Henne Seite 2

 

Dominik hat einen Hühnerhalter besucht und ihn interviewt.

Interview mit Herr Schallbroch

Dienstag 09.03.2004

Herr Schallbroch ging mit uns in den Garten zu seinem Stall. Der Stall ist ungefähr 25 -30 m² groß. Der Boden ist aus Erde und ein bisschen Sand.

Dominik:                  Wie viele Hühner haben Sie?
Herr Schallbroch:      Weiß ich nicht genau. (Geht zählen
) Ungefähr 20 und 5-6 Hähne
.

Dominik:                  Haben Ihre Hühner Namen?
Herr Schallbroch:      Nein, nur meine Enkelkinder geben den Hühnern Namen.

Dominik:                  Essen Sie die Hühner auch?
Herr Schallbroch:      Ja klar. Ich schlachte sie auch.

Dominik:                  Haben Sie verschiedene Arten von Hühnern?
Herr Schallbroch:      Braune, weiße und bunte Hühner. Große und kleine Zwerghühner.

Dominik:                  Wie alt werden Hühner?
Herr Schallbroch:      Im Normalfall nicht älter als drei Jahre, weil ich sie dann als Suppenhuhn                                schlachte. Nach drei Jahren ungefähr legen sie keine oder fast keine Eier                                mehr.

Dominik:                  Ab wann legen die Hühner Eier?
Herr Schallbroch:      So ungefähr wenn sie 9-12 Monate alt sind, glaub ich.

Dominik:                  Haben Ihre Hühner Stangen?
Herr Schallbroch:      Ja und da schlafen sie nachts ganz eng beieinander drauf. (Zeigt sie) Es                                sind aber keine Stangen, sondern Holzlatten .

Dominik:                  Haben Sie auch schon mal Küken?
Herr Schallbroch:      Ja. Die nächsten gibt es erst wieder im Mai. Maiküken sind die besten,                                weil sie im Sommer groß werden.

Dominik:                  Wie viele Eier legen Ihre Hühner?
Herr Schallbroch:      Jeden Tag ein Ei. Manchmal auch nur jeden zweiten Tag. Hühner brauchen                                Trinkwasser zum Eier legen. Wenn sie zu wenig trinken, legen sie weniger                                oder gar keine Eier. Im Winter legen Hühner keine Eier, weil es zu dunkel                                ist. Deshalb habe ich hier eine Zeitschaltuhr, mit der ich im Winter Licht                                mache. Früher konnten die Leute im Winter keine Eier haben, deshalb                                wurden sie im Sommer eingelegt.

Dominik:                  Wie oft machen Sie den Stall sauber?
Herr Schallbroch:      Selten, weil die Hühner alles verscharren. Nur manchmal nehme ich den                                Dreck weg.

Dominik:                  Was fressen die Hühner?
Herr Schallbroch:      Körnerfutter. Mais, Weizen, Hafer. Hier habe ich etwas Futter. Dazu                                kriegen sie Muschelkalk für die Verdauung.

Dominik:                  Fällt Ihnen sonst noch was ein?
Herr Schallbroch:      Hühner dürfen keine nassen Füße kriegen oder nass werden, dann werden                                sie krank und sterben.

Dominik:                  Vielen DANK

Weil Fotoreporter Ben krank war, hat Dominiks Mutter geholfen. Das sind die Fotos zum Interview:

 

 

Unsere Lehramtsanwärterin Frau Fleiter hat sich ein supertolles Spiel ausgedacht und mit uns gebastelt.

Zuerst hat sie uns die Geschichte vom Huhn Helga erzählt, das seine Küken im Stall zurück lässt und auf dem Hof nach Würmern und Körnern sucht. Plötzlich sieht es den Fuchs, der vom Wald her auf den Hühnerstall zuschleicht. Helga muss sich beeilen, um die Küken zu schützen. Wer wird wohl als Erster am Hühnerstall sein?

Wir haben in Vierergruppen Spielpläne gemalt, Spielfiguren gebastelt und uns Fragen und Ereignisse für die Spielkarten ausgedacht.

So sieht der Spielplan aus, den Aylin, Lisa, Kübra und Franz-Josef gemalt haben. 

Alle anderen sind genauso schön geworden. Laminiert sehen sie noch besser aus und man kann sie abwaschen. Zuletzt haben wir das Spiel ausprobiert und viel Spaß dabei gehabt.

 

 

12.03.2004  Besuch auf Gut Böckum

Heute durften wir Gut Böckum besuchen. Das war eine spannende Sache. Wir hatten schon so viel über Hühner geforscht und wollten jetzt endlich die Tiere beobachten.
Herr Paeßens hat uns den Betrieb gezeigt. Er hat eine Legebatterie mit über 2000 Hennen. Sie leben in Käfigen, immer 3 Hühner in einem Käfig. Sie scheinen sich wohl zu fühlen, denn sie legen viele Eier. Herr Paeßens sagt, dass Hühner, die sich nicht wohl fühlen, nur wenige Eier legen. Diesen Hühnern wurde auch nicht der Schnabel gekappt, wie wir es vorher im Internet gelesen hatten. Als wir an den Käfigen vorbei gingen, haben die Hühner neugierig die Köpfe herausgestreckt. Eine Frau sammelte gerade die Eier ein. Einige Kinder haben ganz genau ausgerechnet, wie viele Hennen in den Käfigen leben. 3 Hennen in einem Käfig, 4 Käfige übereinander und 42 in einer Reihe. Von diesen Reihen gibt es vier. Da kann man sich vorstellen, wie viele Eier es täglich gibt. Je älter ein Huhn wird, desto größere Eier legt es. Wenn es zwei bis drei Jahre alt ist, wird es geschlachtet, weil es kaum noch Eier legt. Wir hatten gedacht, dass Herr Paeßens die Hühner dann verkauft. Aber er sagte, dass er früher für ein Huhn etwa 1€ bekommen hat, heute aber noch dafür bezahlen muss, dass jemand die geschlachteten Tiere abholt. Offensichtlich essen die Leute nicht mehr so viel Hühnersuppe.

Danach durften wir in den Hühnerstall, in dem die Tiere in Bodenhaltung leben. Sie haben dort Nester für die Eiablage und Einstreu zum Scharren. Ein Huhn braucht etwa 1 Liter Wasser und 125 Gramm Futter pro Tag. Dieses Futter besteht zu 90% aus Getreide und zu 10% aus Mineralstoffen.

    

Herr Paeßens hat uns erzählt, dass die Hennen, die so gehalten werden, weniger und kleinere Eier legen. Er sagte auch, dass es vorkommt, dass einige Tiere über ein Einzelnes herfallen und es sogar töten. Im Sommer dürfen die Tiere sich draußen frei bewegen. Das nennt man Freilandhaltung. Dann passiert es aber, dass Raubtiere wie Fuchs oder Marder Hühner reißen. Franz-Josef hat im Stall ein kleines Ei gefunden. Das durfte er behalten.

Später haben wir uns den Verkaufsraum angeschaut. Überall lagern dort Eier verschiedener Größen in Körben und auf Paletten. Herr Paeßens hat uns Windeier gezeigt. Das sind Eier, die keine Kalkschale haben. Hinten im Verkaufsraum steht die Sortiermaschine. Wir durften sie bedienen. Die meisten Kinder wollten gar nicht mehr aufhören.

       

Zum Schluss bekam jeder noch ein Osterei geschenkt und außerdem gab es einen Kasten Apfelsaft gegen den Durst.

Vielen Dank, Herr Paeßens!  

 


Töpfern

Mittlerweile sind auch unsere Hühner fertig. So sehen sie nach dem Glasurbrand aus:

 

 

Unterschiedliche Meinungen

Die Tierschützer sagen "Zurück in den Käfig? Nein danke!"
Eigentlich sollte die Käfighaltung ab 2007 verboten werden. Aber die Landwirtschaftsminister wollen diesen Beschluss wieder kippen. Deswegen haben die Tierschützer eine Unterschriftenaktion gestartet. Sie wollen dagegen protestieren.

Die betroffenen Bauern sagen, wenn die Käfighaltung abgeschafft wird, wird es erheblich weniger Eier geben. Das bedeutet, dass die Eier auch wesentlich teurer werden. Außerdem verletzen sich die Hennen in der Bodenhaltung gegenseitig und die Eier verschmutzen durch Kot. Die Bauern wollen die Käfighaltung beibehalten.

Auch in unserer Klasse gibt es unterschiedliche Meinungen zur Käfighaltung.
Käfighaltung ja oder nein?

Käfighaltung ist ganz brutal. Hühner werden eingesperrt und eng aneinander gedrängt. Ich bin dafür, dass die Käfighaltung verboten wird, weil die Hühner gequält werden. Ihre Schnäbel werden gestutzt. Der Boden ist aus Gitterstäben, an denen sich die Hühner verletzen können. Sie verletzen sich auch gegenseitig. Sie vermissen Sandbäder. Sie können nicht nach Würmern suchen. Sie können keinen Nachwuchs kriegen.
Lennart

Ich finde, die Käfighaltung soll bleiben. Wenn die Hühner in der Bodenhaltung leben und Eier legen, dann koten sie auf die Eier und das ist mega-super-ekelig! Wenn die Käfighaltung verboten wird, gibt es auch nicht mehr so viele Eier und dann werden die Eier teurer. Und bei Herrn Paeßens geht es den Hühnern gut. Sie sind immer vor dem Fuchs geschützt, sie haben immer was zu Fressen.
Dominik

Meine Meinung, nein. Käfighaltung muss verboten werden. Die Hühner fühlen sich nicht gut. Sie werden in enge Käfige gedrängt. Vier Hühner in einem Käfig. Vier Käfige übereinander und zwölf Reihen nebeneinander. Die Hühner verletzen sich gegenseitig. Sie stehen auf einem Gitterboden. Ihnen wird der Schnabel abgeschnitten und sie verletzen sich auch am Gitter, so dass sie sterben. Und die Hühner vermissen die Freiheit, das Picken und den Nachwuchs. Das ist meine Meinung, dass die Käfighaltung verboten werden muss.
David

Meine Meinung ist nein, weil die Hühner in Käfige eingesperrt werden, und zwar drei Hühner in einen Käfig. Manchmal stolpern sie oder zanken sich um den Platz. Der Bauer aber sagt: In den Käfigen haben die Hühner sehr viel Platz." Ich sage, dass sie wenig Platz haben. Einige haben vor lauter Streiten schon den Schnabel ab. Den Hühnern fehlt die Freiheit und der weiche Boden. In den Käfigen sind harte Gitter. Sie möchten auch endlich wieder im Sand baden. Der Nachwuchs fehlt auch. Die Bauern machen die Eier aus der Käfighaltung extra billig, dass die Kunden die Eier kaufen. Ich möchte die Eltern bitten, keine Eier aus der Käfighaltung zu kaufen. Ich will, dass die Käfighaltung abgeschafft wird.
Tarek

Bei der Käfighaltung sind die Hühner in Käfigen. Drei Hühner sind immer in einem Käfig und haben total wenig Platz. Ich bin aber für die Käfighaltung, weil sonst haben wir zu wenig Eier und dann streiten sich alle um Eier. Wir können die Käfige ja größer machen, dann haben die Hühner mehr Platz und wir haben trotzdem genug Eier.
Ben

Käfighaltung ist, finde ich, eine Tierquälerei. Die armen Hühner, die zu dritt oder fünft in enge Käfige gezwängt werden! Die Hühner picken sich mit den Schnäbeln, deswegen werden die Schnäbel abgeschnitten. Die Hühner stehen auf Gitterstäben, die bestimmt den Hühnern an den Füßen weh tun. Wenn die Hühner Kot machen, fällt der durch die Gitterstäbe und das andere Huhn hat Pech und kriegt es auf den Kopf. Außerdem stinkt es in der Käfighaltung sehr. Stellen Sie sich mal vor, ein Huhn wird gegen ein anderes gedrückt. Dann erstickt das andere Huhn schrecklich, das passiert manchmal. Einmal war ich mit meiner Klasse in einer Legebatterie. Ich habe selbst bei manchen Hühnern die Knochen gesehen, es war zum Weinen! Den Hühnern fehlt die Freiheit. Sie können nicht im Sand baden. Sie stehen nicht auf weichem Boden, nein sie stehen auf harten Gitterstäben. Was sie auch nicht können ist picken und sie können keinen Nachwuchs bekommen. Sehen Sie, wie schrecklich Käfighaltung ist? Meine Meinung ist: Käfighaltung muss verboten werden.
Bianca

Die Käfighaltung sollte verboten werde. Die Hühner können sich weh tun. Sie haben sehr wenig Platz und picken sich, deswegen wurden die Schnäbel abgeschnitten. Das Gemeine daran ist, dass sie zu dritt in einem Käfig sind. Sie können nie raus und leben nie in Freiheit. Sie können keine Jungen kriegen. Deswegen bin ich gegen die Käfighaltung.
Lisa

Ich finde, die Käfighaltung soll verboten werden, weil von den Hühnern die Schnäbel abgeschnitten werden. Und wissen Sie denn, wie Käfighaltung ist? Sie ist schrecklich. In einem Käfig sind drei Hühner drin. Wenn sie sich picken, dann verletzen sie sich auch. Sie fühlen sich nicht wohl. Sie legen nur Eier, damit sie Kinder bekommen, aber der Bauer sagt, dass sie keine bekommen können. Darum bin ich dafür, dass die Käfighaltung verboten wird.
Aylin

Ich bin dafür, dass Käfighaltung verboten wird. Drei Hühner in einem Käfig, das ist viel zu eng. Die Hühner verletzen sich selbst. Die Hühner vermissen es, im Sand zu baden und sie vermissen auch die Freiheit.
Es gibt auch gute Dinge an der Käfighaltung, zum Beispiel sind sie in der Käfighaltung vor Feinden geschützt. Und in der Käfighaltung sind die Eier billiger als in der Bodenhaltung.
Ich sage, dass die Käfige größer gemacht werden sollen, dann haben die Hühner mehr Platz und die Käfighaltung kann bleiben.
Marvin


Zuletzt haben die Tierschützer der 3a noch schnell einen Song umgetextet:
Ich bin ein Huhn.
Holt mich hier raus!
Ich bin ein Huhn.
Holt mich hier raus!
Dieser Käfig ist die Hölle!
Ich bin ein Huhn.
Holt mich hier raus!

Jetzt ist unsere Hühner-Werkstatt zu Ende.